"Tag der offenen Tür" - mitten im Wittmunder Wald

Hunderte freuten sich über das bunte Programm am Naturschutzhof

Bernd-Uwe Janssen und Onno Poppinga, vom Vorstand des „Naturschutzhof Wittmunder Wald e.V.“, begrüßten Vertreter aus Politik und Ehrenamt und die große Schar von Besuchern, die den gesamten Platz zwischen den alten Eichen und den Gebäuden des Naturschutzhofes füllte. Den Rednern gelang es, anschaulich wichtige Gegebenheiten und Personen, die die Entwicklung der Bildungseinrichtung geprägt haben, zu schildern und vorzustellen. Anschließend kam der Wittmunder Landrat Holger Heymann in seiner Ansprache auf politische Entscheidungen, die gegenwärtigen und zukünftige Situation sowie finanzielle Unterstützung zu sprechen. In der Förderkulisse Land(auf)Schwung ist der Naturschutzhof eine gewichtige „Hausnummer“. Fördermittel wurden und werden zur Verbesserung der Bau- und Geländeverhältnisse eingesetzt, damit die Bildungseinrichtung, auch unter neuen Eigentumsverhältnissen und veränderter Trägerschaft, ihren Beitrag zur Grundversorgung und Entwicklung des Ländlichen Raumes leisten kann. Neben den Mitteln aus Land(auf)Schwung, die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zur Verfügung gestellt werden, fördert auch, im Moment noch befristet, der Landkreis Wittmund direkt die Arbeit des Naturschutzhofes. Landrat Heymann würdigte ausdrücklich das hier Geleistete. Aus seinen Abschlussbemerkungen schöpften die Zuhörer Hoffnung, dass auch eine dauerhafte finanzielle Unterstützung der Umweltbildungseinrichtung keine Utopie ist.

Buntes Angebot auf dem Gelände

Nach dem offiziellen Teil konnten die Besucher dann die ganze Vielfalt, die der Naturschutzhof mit seiner besonderen Lage, seiner Bildungskompetenz und seinem Partner-Netzwerk zu bieten hat, besichtigen, erfahren und genießen. Viele Stände hatten befreundete Organisationen und Einrichtungen, aber auch Einzelpersonen, aufgebaut. Hier konnte Geschicklichkeit gezeigt, Interessantes gelernt und Schmackhaftes gegessen und getrunken werden. Und Musik gab es auch – Grundschulkinder aus Wittmund mit Gesang und das „JzzTrio“ instrumental. Im extra eingerichteten „Wald-Café“ boten die Berufsbildenden Schulen Wittmund Tee, Kaffee und Apfelkuchen an, der natürlich vorher selbst gebacken wurde. Die vom Obsthof Poppinga stammenden Früchte fanden an der vom Lions Club gestifteten Presse ihren direkten Weg zum Apfelsaft. Am Stand von Pomologin Marita Tjarks wurden Äpfel in ihrer Vielfalt dann eher wissenschaftlich vorgestellt. Das Regionale Umweltbildungszentrum (RUZ), die Niedersächsischen Landesforsten, der Nationalpark Wattenmeer, die Landesjägerschaft, die Rettungshundestaffel, die Flohmarktscheune, der Schafhof Aselerwarf, die Imkerin Tamara Faß, das Umweltbildungs-Team von „grün&bunt“, die WaldRanger, der Boßelverein aus Willen, der Jugendwerk-Sanitätsdienst und viele Unterstützer mehr, halfen, dass der „Tag der offenen Tür“ ein Erlebnis wurde.

Baufortschritte

Begleitend zum Außenprogramm gingen die Vorstandsmitglieder mit kleineren Gruppen durch die renovierten, neu gestalteten Räume des Hauptgebäudes. „Das hätte ich nicht erwartet. Büroräume, Flure, Duschen, Toiletten, Seminarräume, Teeküche – alles hell, freundlich und auf dem neuesten Stand“, meinte eine begeisterte Besucherin nach dem Rundgang durch das Erdgeschoss des Hauptgebäudes. Auch das Obergeschoss ist neugestaltet. Aber das war für die vielen Besucher dann doch nicht geöffnet, weil hier Wohnungen sind. Wohnungen für junge Menschen, die das Freiwillige Ökologische Jahr am Naturschutzhof absolvieren, und die Wohnung der zum 1. November eingestellten neuen Leiterin des Naturschutzhofes, Dr. Johanna Umbach. Sie hatte am „Tag der offenen Tür“ die Gelegenheit, einem großen Publikum bekannt zu werden und erste Kontakte zu knüpfen.

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